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Geschichte Rösebecks

 


 

Im Jahre 1981 übernahm August Peine das Amt des Ortschronisten. Da die Rösebecker Chronik verschollen war, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Rösebecks erneut zusammen zu tragen.

 

In zeitaufwendiger und mühevoller Kleinarbeit ist es ihm gelungen, die Rösebecker Geschichte bis zur 1150-Jahr-Feier im Jahre 1990 wieder umfangreich zu Papier zu bringen und für die Nachwelt zu erhalten. Aus den sehr umfangreichen von ihm gesammelten Daten haben wir eine kurze Zusammenfassung bis zum Jahre 1989 auf dieser Seite eingestellt:

 


 

4500 v. Chr.

Erste in der Gegend von Rösebeck über längere Zeit bestehende Siedlungen wurden wohl in der Mittleren Steinzeit um 4.500 v. Chr. angelegt von Wanderbauern, den „Bandkeramikern“. Diese Bezeichnung entstammt der Art der Verzierung ihrer Tongefäße.

 

Dieser Besiedlungszeitraum lässt sich auch auf verschiedene ältere Funde an Stein- und Hügelgräbern, Grabbeilagen und Steinwerkzeugen aller Arten aus dieser Zeit in der Gegend um Rösebeck zurückführen.

 

 

4000 v. Chr.

Ergänzung: Im Sommer 2001 wurde oberhalb von Rösebeck bei Bodenarbeiten zur Errichtung eines Windparks das vermutlich „älteste Gebäude Rösebecks“ entdeckt.

 

Gefunden wurden ca. 6.000 Jahre alte Tongefäße, die aufgrund der typischen Keramik mit eingestochenen und eingeritzten Verzierungen auf die Rössner-Kultur zurückzuführen sind. Außerdem wurden Pfostenspuren eines Pfostenhauses, eine Feuerstelle sowie Spuren eines Grabens entdeckt.

 

 

600 v. Chr.

1932 fand der Bauer Anton Klenke aus Rösebeck am östlichen Ortsrand bei Feldarbeiten einen Urnenfriedhof aus den Jahren um 600 v. Chr., der älteren Eisenzeit, der dem Stamme der Cherusker zugeordnet wurde.

 

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650

 

Rösebeck sollte seit etwa 650 n. Chr. als Dorf genannt werden können.

 

Das Archiv des Erzbistums Paderborn stellt über Rösebeck in seinem Bericht vom 27.06.1984 fest:

 „So bleibt es dabei, dass Rösebeck im Rahmen der süd-engrischen Landnahme um 650 als Sitz eines sächsischen Edelings gegründet worden ist mit höchstens 5 bis 8 kleineren Höfen von Hintersassen.“ 

 

Dieser um 650 bestehende „Edelings-Haupthof“ wurde um diese Zeit „Rosbah villa“ genannt, bedeutet: Roß - Bach - Siedlung/Dorf (Siedlung am -Wild-Pferdebach).

Also auch der altsächsischen Sprache nach: Roßbachdorf.

 

 

Der Hof Rösebeck war bis ins 13. Jahrhundert eine große Verwaltungszentrale.

 

Der Ortsname änderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals:

 

 
650 - 800 Rosbah villa
800 - 840

„Curtis“ Rosbach

840 - 1018

„Königlicher Haupthof“ Rosbach (auch Rospach)

1018 - 1160 Rasbiki
1160 - 1249 Rasbike
1249 - 1256 Rosbeki
1256 - 1450 Rosbike
1450 - 1500 Rasebeke
1500 - 1622 Rasenbeke
1622 - 1744 Rosbeck
seit 1744 Rösebeck

 

772 - 804

Statue Karls des GroßenKarl der Große unterwarf die Sachsen und brachte ihnen gewaltsam das Christentum. Aller Grund und Boden wurde fortan Staatseigentum, das nur der Kaiser oder König als Lehen vergeben oder auch verschenken konnte.

 

Einer mündlichen Überlieferung nach soll Karl d. Gr. in den Sachsenkriegen in Rösebeck an der Grasebicke seine Pferde getränkt haben.

 

Sein Sohn Ludwig der Fromme starb ein 20.6.840, seine 3. Söhne teilten das große Reich in Frankreich, Lothringen und Deutschland, welches Ludwig der Deutsche erhielt.

 

 

840

Ludwig der DeutscheLudwig der Deutsche hielt am 10.12.840 in Paderborn seinen 1. Reichstag ab.

 

Am 14.12.840 stellte er in „Rosbah villa“ (ist nach dem Ethymologieduden Rösebeck in altsächsischer Sprache) die Kaiserurkunde Nr. 29 aus, welche Grundlage unseres langen Ortsbestehens ist.

 

 

 

Kaiserurkunden 29.

LUDWIG DER DEUTSCHE   840.
Ludwig schenkt dem Kloster Korvei einen Herrenmansus mit Zubehör in Empelde, den bisher Graf Banzleib zu Lehen besessen hatte.

Rösebeck 840 Dezember 14.      

 

Data XVIIII kal. ianuar. anno Christo propitio VII regni domni Hludouuici regis in orientali Francia, indictione IIII; actum Rosbah villa; in dei nomine feliciter amen.

 

 

 

Dies ist die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung Rösebecks.

 

Nach vorstehender Urkunde ist Rösebeck einer der wohl ältesten urkundlich nachweisbaren Orte des Warburger Landes aus dem Jahre 840.

 

 

850

Um 850 schenkte Graf Adalrich den Curtes-Hof Rosbach [Rösebeck] mit seinen Besitzungen in Körbecke, Elsungen, Hiddessen (wüst bei Breuna) und 2 Mansen in Haueda an das Benediktinerkloster in Fulda unter Abt Hatto. Es werden noch die Orte Hümme, Zwergen und Emmerke genannt.

 

Auszug aus dem Codex Eberhardi, in dem Rösebeck 3mal genannt wird

 

 

897

Am 28.1.897 tauscht der Kaiser Arnolf Güter zwischen dem Grafen Conrad und dem Kloster Fulda aus mit der Kaiserurkunde Nr. 149. Graf Conrad erhält Rospach [Rösebeck].

 

 

 

Kaiserurkunden 149.
ARNOLF   897
Arnolf bestätigt einen Tausch zwischen dem Abt Huoggi von Fulda und dem Grafen Konrad und gibt dem Kloster die bisherigen Lehen Konrads im Eichsfeldgau, der dafür den Ort Rospach und eine entsprechende Entschädigung aus dem Klostergut erhalten soll.

Regensburg 897 Januar 28.               

 

In nomine sancte et individuę trinitatis. Arnolfus divina favente clementia imperator augustus. Si fidelium nostrorum peticionibus clementer annuimus, eos etiam fideliores in nostro credimus permanere obsequio. Quapropter noverit omnium fidelium nostrorum presentium scilicet ac futurorum industria, quia Huki Fuldensis abbas venit una cum Chunrado dilecto comite nostro per interventum Hattonis archiepiscopi atque Ottonis fidelis marchionis nostri precatusque est clementiam nostram, ut quasdam res de beneficio ipsius Chunradi in pago Eichesfelden in comitatu Ottonis sitas ad Fuldensis monasterii necessitatem et utilitatem et oportunitatem concederemus, ea ratione ut alteras res ipsius monasterii longius inde remotas ipse Chunradus in suis comitatibus, id est Angraria et Hessa, sitas sibi in proprium ob hoc acciperet. Quorum petitionibus libenter annuentes ita fieri decrevimus. Dedimus namque ad ipsum monasterium in prenominato pago quicquidc ipse Chunradus beneficii nostri infra terminum villarum Ambraha et Kermara dictarum et in locis Lengenfelt, Emilinhusen, Ditdorf et Dâchreda dictis tenuit cum curtilibus ędificiis agris mancipiis censibus pratis pascuis silvis aquis aquarum decursibus molendinis piscationibus venationibus quesitis et inquirendis omnibusque rebus mobilibus et immobilibus iuste ac legaliter ad ipsa loca respicientibus, in eam videlicet rationem ut ipse ex hoc beneficio non utatur, sed ex Fuldensi monasterio in predictis comitatibus locum Rospach vocatum cum omnibus rebus ad ipsum locum pertinentibus perenniter in proprium accipiat cum curtilibus ędificiis terris cultis et incultis agris pratis pascuis silvis aquis atque omnibus usibus; insuper in locis sibi compendiosis tantum ex eodem cęnobio percipiat, quousque restituatur ei totum, quod in locis sui beneficii concessum sit et habitatum; quicquid vero in his desertum et incultum sit hoc concambio superhabundans, pro remedio animę nostrę simili modo ad ipsum monasterium in honore sancti Bonifacii perenniter possidendum consistat. Et ideo hoc preceptum nostrum inde sanctimus et decernimus nostra regali auctoritate, ut prefatus Chunradus de rebus a Fuldensi monasterio perceptis faciat quodcumque sibi placeat fratresque sancti Bonifatii de beneficio a Chunrado percepto quicquid libuerit faciant sine alicuius hominum contradictione. Ut autem utrumque concambium firmum sit et stabile, manu nostra <cartam hanc> firmavimus et sigilli nostri inpressione insigniri iussimus <ut ratum sit omne quod facimus>.

Signum domni (M.) Arnolfi <regis>. <Ego> Ernvstvs cancellarius recognovi.

Dat. V kal. feb. indictione XV, anno domini incarnationis DCCCXCVII; actum Ratisbone; in dei nomine.

 

 

 

939

939 stirbt der letzte Conradiner. Dadurch fallen alle seine Lehen an den Staat zurück, auch Rösebeck.

 

 

965

12.4.965. Kaiser Otto I schenkt dem Mauritius-Kloster in Magdeburg mit der Kaiserurkunde Nr. 282 seine Lieblingsstätte, den Königshof Rosbach [Rösebeck] im sächs. Hessengau mit den dazugehörigen Orten Westuffeln, Burguffeln, Heckershausen, Medrike (wüst bei Volkmarsen), Niederelsungen, Gottesbühren und Bühne mit Kirchen und allem anderen Zubehör.

 

 

 

 

Kaiserurkunden 282.
OTTO I   965
Otto schenkt der Kirche des h. Moriz zu Magdeburg den königlichen Hof Rösebeck im Hessengau mit allem Zubehör.

                        Wiesbaden 965 April 12.               

 

In nomine sancte et individue trinitatis. Otto divina favente clementia imperator augustus. Si sanctis ac venerabilibus locis beneficia nostre clementie largimur, procul dubio presentis et eterne vite emolumentum adipisci non titubamus. Idcirco omnium sancte dei ecclesie fidelium nostrorumque presentium scilicet et futurorum noverit universitas, qualiter nos pro amore dei sanctique Mauricii martyris et pro remedio anime nostre nostrorumque parentum nec non et dilecte coniugis Adalheidis nostrique amantissimi filii Ottonis regis per huius nostri precepti paginam nostra inperiali auctoritate donavimus sancto Mauricio martyri in Magdaburch quondam curtem iuris regni nostri que vocatur Rosbach sitam in pago Hassonum in comitatu Elli comitis et alia loca ad prefatam curtem pertinentia ita nominata:

Vfloun et altera Ufloun, Horikeshusun, Medriki, Elisungun, Gotresdeshusun, Bunningheim, una cum ecclesiis edificiis mancipiis terris cultis et incultis agris campis pratis pascuis silvis aquis aquarumve decursibus molendinis viis et inviis exitibus et reditibus quesitis et inquirendis mobilibus et immobilibus rebus omnibusque eorum pertinentiis que dici vel nominari possunt, ex integro sancto Mauricio martyri in Magdaburch donavimus atque ex nostro iure et dominio in ius sancti Mauricii martiris atque venerabilium archiepiscoporum qui pro tempore fuerint rectores eiusdem sancte ecclesie almi martyris Mauricii, largimur atque transfundimus, ut eidem sanctissimo loco in perpetuum firmiter permaneat omnium hominum contradictione remota. Et ut hec nostre auctoritatis donatio omni tempore firma stabilisque permaneat, iussimus inde hoc presens preceptum conscribi anuloque nostro sigillari manuque propria subter firmavimus.

Signum domni Ottonis (M.) magni et invictissimi inperatoris augusti. Liudolfus cancellarius advicem Brunonis archicapellani recognovi.

Data II. idus april. anno dominice incarnationis DCCCCLXVI, indictione VIII, anno inperii magni Ottonis inperatoris augusti IIII, regni scilicet sui XXX; actum Wisibadun; in Christi nomine feliciter amen.
 

 

 

 

970

Rösebeck erhielt von Magdeburg erbaut eine erste Eigenkirche.

Wann Rösebeck von Magdeburg gelöst wurde, ist bisher unbekannt.

 

Folgender Gedanke ist wahrscheinlich: Kaiser Heinrich II. und der Paderborner Bischof Meinwerk feierten 1015 auf dem Königshof Immenhausen zusammen das Pfingstfest.

 

Hier könnte durch Tausch von Gütern oder sonst wie der Königshof Rösebeck von Magdeburg getrennt und dem Bistum Paderborn zugesprochen worden sein; …

1018

… andernfalls hätte Paderborn wie in 1018 geschehen durch die Urkunde 95 den Königshof Rösebeck nicht dem Warburger Grafen Dodico zu Lehen geben können.

 

 

1020

Graf Dodico starb in diesem Jahr‚ alle seine Lehen fielen an Paderborn zurück. Rösebeck bleibt bei Paderborn.

 

 

1155

Das Kloster Hardehausen erhielt im Tausch mit Herzog Heinrich dem Löwen den Hof Hodagessen (wüst bei Rimbeck) gegen 2 Mansen in Rosbeke [Rösebeck], die 20 Solidi einbringen.

 

 

1160

Der Paderborner Bischof Bernhard schenkt dem Kloster Hardehausen 1/3 seiner Wildpferde in Rösebeck.

 

 

1189

Das Kloster Hardehausen erhält im Oberdorf von Rösebeck das Zehntrecht.

 

 

1230

Das Kirchspiel Daseburg wird mit Rösebeck, Körbecke und Bühne genannt.

 

 

1249

1249, 1263 und 1266 wird in Rösebeck der niedere Adel genannt.

 

 

1256

Am 29. Juli stellt der Pfarrer aus Rösebeck eine Urkunde über Verpachtung aus.

 

 

1275

Die Grafen von Spiegel zum Desenberg erhielten den Desenberg mit großen Ländereien geschenkt von Paderborn, so auch die grundherrschaftliche Verwaltungsstelle in Rösebeck.

 

 

1327

Der Pfarrer von Rösebeck ist Archidiakon (>Vorsteher eines Kirchensprengels).

 

 

1447

Die Brüder Friedrich, Lippold und Johann Raben von Kanstein versetzten dem Beneficio Scri Erasmi zu Warburg ihren Anteil am Zehnten in Rösebeck zu 50 fl., nachdem sie den Hof Germeten bereits davon versetzt hatten, mit Bewilligung des Abtes von Corvey als Lehnsherrn.

 

 

1567

Ein Schöneberg von Spiegel kaufte von einer Ww. Peine in Rösebeck ein Haus mit Grundstück und Wiese. Es sollte demnach damals schon Privateigentum gegeben haben.

 

 

1585

Die von Spiegel zum Desenberg erhalten in Rösebeck das Patronatsrecht.

 

 

1586

Am 6. Oktober verweigerten die Orte Rösebeck, Welda, Germete, Daseburg, Körbecke und Bühne dem bischöflichen Visitator das Kontrollrecht.

 

 

1600

1600 - 1609 Lutherischer Pfarrer Johann Kappenberg in Rösebeck.

1609 - 1623 Lutherischer Pfarrer Heinrich Grünewald in Rösebeck.

 

 

1607

Unter dem lutherischen Pfarrer Kappenberg wurde ein neuer Kirchturm gebaut mit wahrscheinlich 2 Glocken.

 

Am südlichen Eingang der Kirche wurde eine bis heute dort befindliche Steintafel mit folgender Inschrift angebracht: "Mein Haus ist ein Bethaus"

 

Inschrift "Mein Haus ist ein Bethaus"

 

 

1618 - 1648

Der schreckliche 30-jährige Krieg.

 

 

1623

Die Herren von Spiegel versuchten noch einmal in Rösebeck und Bühne den Protestantismus wieder einzuführen, nachdem sich das ganze Hochstift wieder dem Katholizismus zugewandt hatte. Dieser Versuch schlug jedoch fehl.

 

 

1629

Kaiser Ferdinand II. erlässt das Restitutionsedikt. Dadurch fallen alle Religionsgebiete wieder in den Stand des Jahres 1552.

 

 

1631

Ab hier werden (wieder) die katholischen Pfarrer in Rösebeck lückenlos genannt.

 

 

1650

Um diese Zeiten zog Raub- und Mordgesindel durch die Gegenden. Gehöfte und kleine Orte wurden zerstört, die Menschen zogen zusammen und gründeten Bürgerwehren, deren Nachfolger die heutigen Schützenvereine sind.

 

 

1659

Gründung einer Bürgerwehr (Schützenverein) auch in Rösebeck.

 

 

1666

Es herrschte die Pest mit 1/3 an Toten.

 

 

1667

Ein Bauer aus Rösebeck schoss dem Junker Spiegel 21 Scheffel Roggen vor, wofür er von vielen Lasten bis zur Wiederabtragung befreit wurde.

 

 

1668

Ab hier sind die Rösebecker Kirchenbücher vorhanden.

 

 

1701

Am 10. August schwere Unwetter über Rösebeck und Körbecke. Die gesamte Ernte wurde vernichtet.

 

Im Oberdorf in Rösebeck riss die Grasebicke einen Graben von ca. 10 m Breite und 4 m Tiefe. In der Not gelobten beide Orte eine Prozession zu Ehren des Tages-Heiligen (Laurentius). Die Prozession wird bis heute gehalten von beiden Orten.

 

 

1723

In einem Pontifikal-Akt werden am 23. August in Lichtenau 4 Glocken geweiht, eine für Lichtenau, eine für Neuenbeken und 2 für Rösebeck.

 

 

1756 - 1763

Der 7-jährige Krieg zwischen allen Großmächten Europas der damaligen Zeit. Er forderte große Opfer an Menschen, Vieh und Abgaben.

 

 

1758

Es zogen täglich Soldaten durch die Dörfer und Städte, forderten Verpflegung für sich und die Pferde und Geld. In Rösebeck hatten 132 Hessen in Quartier gelegen.

 

Aus dieser Zeit muss wohl der noch heute in der hiesigen Gegend gebräuchliche Ausdruck von den „blinden Hessen“ stammen; sie sollen auf Misthaufen auf der Höhte bei Rösebeck geschossen haben, die sie für Feinde hielten.

 

 

1765

Separation, Zusammenlegung der kleinen Felder. Die sog. Hudegerechtsame wurden unter den Orten Daseburg und Rösebeck, sowie zwischen Borgentreich und Rösebeck aufgeteilt.

 

 

1768

In diesem Jahr starb die Letzte der von Spiegel in Rösebeck. 2 ältere Damen des Adels erbten die Burg mit Herrenhaus und großen Ländereien.

 

 

1769

Im Paderborner Land werden erstmals Hausnummern eingeführt und zwar durch ein Edikt (>öffentliche Bekanntmachung) von Fürstbischof Wilhelm Anton zur Einführung einer Brandversicherungsgesellschaft.

 

Originaltext der Bekanntmachung

 

 

1780

Die 2 Damen verkauften den gesamten Burgbesitz im Dorf. Das alte Burggelände, das Herrenhaus und 80 Morgen Land kaufte ein Baron von Mayenfeld, der später das Haus ausbaute und für die Landwirtschaft mächtig anbaute.

 

 

1781

Die von Spiegel zum Desenberg tragen vom Fürstl. Hause Hessen-Kassel das halbe Dorf Rösebeck, welches zur Herrschaft Desenberg im Hochstift Paderborn gehört, zu Lehn. Im Lehnbief wird der Pfarrei namentlich gedacht und der Lehn-Spezifikation zufolge besitzen die von Spiegel die Hälfte des Patronatsrechts über die Rösebecker Kirche.

 

 

1783

Die Kirche wurde durch den Domherrn zu Münster Goswin Anton von Spiegel auf seine Kosten neu aufgebaut in der heutigen Form.

 

 

1784

Am 24. März übertrug ihm der Fürstbischof von Paderborn die Patrimonial-Gerichtsbarkeit in Rösebeck.

 

 

1794

Das Preußische Landrecht trat in Kraft. Alle Bürger konnten jetzt Ländereien erwerben.

 

 

1800

Als Verwaltung der Herrschaft Desenberg wird erwähnt:
Landesherr: Fürstbischof Franz Egon zu Paderborn.
Herrschaft Desenberg: Amtmann Heinr. Breneken zu Rösebeck
Gericht: Freiherrlich von Spiegelsche Patrimonial-Gericht zu Rösebeck in Zivil- und Kriminal-Jurisdiktionen

Richter: Herr Johannes Menne, wohnhaft in Körbecke.

 

 

1803

Der König von Preußen teilt durch die Säkularisation die weltliche und kirchliche Macht, er hebt viele Klöster auf und enteignet deren Besitz.

 

 

1807

Das amtliche Verzeichnis der Departments, Distrikte, Kantone und Kommunen im Königreich Westphalen weist als zugehörige Kommunen im Kanton Rösebeck die Orte Rösebeck (Kantons-Hauptort), Daseburg, Lütgeneder, Körbecke, Bühne, Manrode und Muddenhagen mit insgesamt 4.295 Einwohnern aus.

 

 

1810

Für den Kanton Rösebeck wird nach dem Staatshandbuch des Königreichs Westphalen der Friedensrichter Stubbe genannt.

 

 

1816

Gründung des Kreises Warburg.

Rösebeck hatte 90 Häuser, 600 Einwohner, 131 Schulkinder. Die Schule war elendig und klein mit Lehmboden.

 

 

1825

Die Rösebecker Kirche erhielt vom aufgelösten Kloster Herstelle deren Hochaltar geschenkt.

 

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli wurde in das Haus der Familie Christoph Stoppelkamp eingebrochen.

 

Originaltext der Bekanntmachung

 

 

1839

Nach der Kontrolle durch das Landratsamt in Warburg blieb die Rösebecker Orts-Chronik verschwunden, sie sollte dem 12. Jahrhundert entstammen.

 

 

1843

Alle Kantone werden aufgelöst, die Ämter geschaffen. Das Kantonshaus in Rösebeck wird an den Juden Goldberg als deren Wohn- und Gebetshaus verkauft.

 

 

1848

Abschaffung aller Frondienste.

 

 

1853

Die Kirche erhielt eine neue Orgel für 990 Reichstaler. Die alte wurde nach Calenberg verkauft, wo sie noch bis heute gespielt wird.

 

 

1860

Verkopplung oder Flurbereinigung kleiner Flächen.

 

 

1861

Im Jahre 1859 war im Departement des Königlichen Appelationsgerichts (Oberlandesgericht) zu Paderborn das Institut der Schiedsmänner eingeführt worden.

 

Auszug aus dem Amtsblatt der Regierung Minden von 1861

 

Im Amtsblatt der Regierung Minden ist für den Schiedsamtsbezirk Rösebeck (Rösebeck und Dinkelburg) der Ortsvorsteher Götte als gewählter und vereidigter Schiedsmann im Bezirk des Kreisgerichts Warburg genannt.

 

 

1864

Die alte Schule wird abgerissen und neu gebaut mit 2 Klassenräumen und Lehrerwohnung.

 

Früheres Schulgebäude erbaut 1864

 

1873

In der Rösebecker Schule wird der Nachmittags-Unterricht eingeführt wegen der großen Kinderzahl (110).

 

 

1876

Die Standesämter werden eingeführt, so auch in Rösebeck.

Der Standesbeamte erhält jährlich 5 Mark.

 

 

1887

Durch Blitzschlag Brand des Schuldaches.

 

 

1888

Die Feuerwehr kaufte eine Feuerwehrspritze, die von 2 Pferden gezogen wurde. Diese ist noch bis heute vorhanden und wird bei Festveranstaltungen u.ä. mitgeführt.

 

Feuerwehrspritze von 1888

 

 

1890

1. Telefon zur Post in Rösebeck.

 

 

1891

Die alte Pastorat wird abgerissen und in heutiger Form neu aufgebaut. Die eigene landwirtschaftliche Bewirtschaftung erfolgte mit 70 Morgen durch Knecht und Magd.

 

Pfarrhaus erbaut 1891

 

 

1895

Ein Lehrerinnenwohnhaus und Spritzenhaus wird von der Gemeinde Rösebeck im Ortskern errichtet.

 

Zeichnung des Lehrerinnen- und Spritzenhauses

 

 

1897

Der Nachtwächter in Rösebeck wird abgeschafft.

 

 

1899

Der Kirchturm, spitz, mager und windschief, brennt durch Feuer von Schuljungen ab.

 

Völlig neu aufgebaut in Eigenleistung durch Maurer und alle Bürger.

Die Kirche wurde um 3 m verlängert, 3 neue Bronze-Glocken angeschafft.

 

 

Zeichnung aus dem Jahr 1830

Zeichnung aus dem Jahr 1990

Zeichnung aus dem Jahr 1830
mit dem Kirchturm, wie er
bis 1899 bestand.

Zeichnung aus dem Jahr 1990
mit dem Kirchturm, wie er
seit 1899 aussieht.

 

 

1900

Am 12. August 1900 hat sich der Schützenverein Rösebeck, der zuvor in einer Schützengesellschaft bestand, als ständiger Verein gegründet.

 

 

1901

Die Gemeinde schafft eine Kirchturmuhr für den neuen Kirchturm an, die bei einer Firma aus der Nähe von Osnabrück bestellt wurde.

 

 

 

1907

Kaiser Wilhelm II.Kaisermanöver - Kaiser Wilhelm II. und seine Tochter Viktoria Luise weilten am 10. September in Rösebeck.

 

Der Kaiser lobte den neuen Rösebecker Kirchturm mit den Worten:

„Wo solch ein mächtig Bauwerk entstehen kann, herrschen Einigkeit und Frieden.“

 

 

 

1909

Bau einer Eisenbahnlinie Warburg - Steinheim über Daseburg, Rösebeck, Borgentreich geplant und vermessen. Diese Planung wurde jedoch letztlich nicht realisiert.

 

 

1912

Gründung des Männergesangvereins „Concordia“.

 

 

1914 - 1918

1. Weltkrieg, 31 Gefallene in Rösebeck; Hunger und Not.

 

 

1920

Elektrifizierung in Rösebeck.

 

 

1924

Seit diesem Jahr wird das Schützenfest nicht nur wie bisher mit König, sondern erstmalig auch mit Königin und Hofstaat gefeiert.

 

Erstes Schützenfest mit Königin und Hofstaat

 

 

1928 - 1933

Große Arbeitslosigkeit in Deutschland mit zum Teil über 6 Millionen im Jahre 1932.

 

 

1933 - 1945

Nazi-Diktatur, mit grauenvollen Folgen und unsäglichem Leid.

Ab 1939 2. Weltkrieg mit Millionen von Toten und Vermissten auf allen Seiten.

 

Am 1. April 1945 (1. Ostertag) gegen 10 Uhr zogen die Amerikaner ohne Hindernisse in Rösebeck ein. Die geforderten unsinnigen Panzersperren waren glücklicherweise vorher beseitigt worden, sodass Rösebeck zum Glück unzerstört blieb.

 

Deutschland war allerdings in den Städten fast völlig zerstört, neuer Aufbau in allen Bereichen. In Rösebeck 34 Gefallene, 20 Vermisste.

 

Persönliche Erinnerungen von Frau Margarete Arens (Warburg) an das Kriegsende in Rösebeck.

> Persönliche Erinnerungen von Frau Margarete Arens (Warburg) an das Kriegsende in Rösebeck. <

 

 

 

 

 

 

 

 

1949

Erstes Schützenfest in Rösebeck nach dem 2. Weltkrieg. Das Königschießen erfolgte mittels einer Armbrust, da Schusswaffen noch verboten waren.

 

Erstes Königschießen 1949

 

 

1950

Der Gemeinderat Rösebeck beschließt am 22. September den Neubau einer Volksschule.

 

 

1951

Als neues Siedlungsgelände wurde an der Liebenauer Straße Ackerland eingetauscht.

 

 

1953

Grundsteinlegung für die neue Volksschule am 7. November.

 

Grundsteinlegung für die neue Volksschule am 7. November

 

 

1955

Festakt zur Einweihung des neuen Schulgebäudes am 28. Februar.

 

Klassenraum der Unterklassen am Tage der Einweihung (heute Essraum der Halle)      Erster Einschulungsjahrgang 1955

 

 

1958

Neugründung des bereits seit dem Jahre 1922 bestehenden Sportvereins unter dem Namen Spiel- und Sportverein (SuS) Rösebeck e.V.

 

 

1960

Gründung des Spielmannszuges Rösebeck e.V.

 

Als 3. Baumaßnahme innerhalb kurzer Zeit - nach Kanalisation und zentraler Wasserleitung - beginnt die Erstellung der Kläranlage am Gänsebruch in der Nähe des Sportplatzes.

 

 

1962

Der Spielmannszug Rösebeck beschließt im Dezember eine umfassende Vereinssatzung und erklärt die Gaststätte Derenthal zum Vereinslokal.

 

 

1969

Die neu erstellte Orts-Chronik war erneut verschwunden.

Durch den Tod des Bürgermeisters war jede Nachfrage erfolglos.

 

 

1970

Eine in diesem Jahr durchgeführte Volkszählung ergab für Rösebeck zum 27. Mai einen Bevölkerungs- und Gebietsstand von 601 Einwohnern und einer Fläche von 8,01 km².

 

 

1971

Die Volksschule in Rösebeck wurde geschlossen;

1. - 4. Jahrgang musste zur Grundschule nach Daseburg,

5. - 9. Jahrgang nach Borgentreich.

 

Der letzte Einschulungsjahrgang aus dem Sommer 1970:

Der letzte Einschulungsjahrgang Sommer 1970

 

 

1973

Im April 1973 sprach sich eine deutliche Mehrheit der Rösebecker Bürger in einer Bürgerversammlung für den Ausbau der verwaisten Schule zu einer Gemeindehalle aus.

 

 

1975

Ab 1. Januar Neugliederung der Kommunalverwaltung in Nordrhein-Westfalen, sog. Gebietsreform ohne Beteiligung der Bewohner.

Die selbständige Gemeinde Rösebeck wurde der Stadt Borgentreich einverleibt.

 

Ebenfalls im Jahr 1975, Gründung des Angelsportvereins Rösebeck e.V.

 

Im April wird die Fa. Gerhard Hartmann, Elektro-Installation, gegründet.

 

 

1978

Die Schule wurde in sehr aufwendiger Eigenleistung zur Bürgerhalle um- bzw. ausgebaut.

 

Um- und Ausbau der Volksschule zur Bürgerhalle

 

 

1979

Am 2. Juni feierliche Einweihung der neu entstandenen Bürgerhalle. Anfang Juli fand das erste Schützenfest in der neuen Bürgerhalle statt, nachdem die bisherigen Schützenfeste in einer Festscheune gefeiert wurden.

 

Im Dezember Gründung einer Handarbeitsgruppe, die sich seither regelmäßig im Pfarrheim zusammenfindet.

 

 

1988

Im Juli wurde das zu einem Pfarrheim umgebaute und renovierte frühere Pfarrhaus feierlich eingeweiht.

 

Pressefoto von den Einweihungsfeierlichkeiten des renovierten Pfarrheims   Pressefoto von der Einweihung des renovierten Pfarrheims

 

 

1989 Dorferneuerung. Durchführung des ersten Bauabschnitts mit Erneuerung der Hauptstraßen, der angrenzenden Flächen und der Kanalisation.

 

Baustelle an der Liebenauer Straße

 

 


 

Im November 2005 wurde Frau Claudia Wiechers zur Ortschronistin von Rösebeck bestellt. Da die Chronik auf Grund der schweren Erkrankung und dem späteren Tod des früheren Ortschronisten August Peine seit 1990 nicht mehr fortgeführt werden konnte und dieses Amt viele Jahre vakant war, hat sie sich daran gemacht, nicht nur die aktuellen Daten in die Chronik aufzunehmen, sondern auch die Daten seit 1990 rückwirkend zusammen zu stellen.

 

In sehr mühevoller und zeitintensiver Arbeit ist es ihr gelungen, die Daten der ersten Jahre nach 1990 zusammen zu tragen. Sie hat uns die Daten für unsere Internetseite zur Verfügung gestellt und wir möchten die wesentlichen Ereignisse nun in einer Kurzfassung hier ergänzend darstellen. Die Daten der folgenden Jahre werden sukzessive vervollständigt.

 


 

 

 

1990

 

 

Januar

 

 

Maria Willmes wird durch den Kreisheimatpfleger des Kreises Höxter für 5 Jahre zur Ortsheimatpflegerin von Rösebeck bestellt.

 

> Auszug aus dem Mitteilungsblatt <

 

 

 

ab April

Beginn der Arbeiten zur Erneuerung des Kanalsystems in der „Grasebicke“ im Rahmen der "Dorferneuerung".

 

 

 

Ende April

Aufstellung des Gedenksteins zum 1150-jährigen Bestehen der Ortschaft Rösebeck in der Ortsmitte.

Eine Spende der Fa. Heinrich Rose, Transporte, Daseburg.

 

Bild 1  Bild 2  Bild 3  Bild 4  <

 

 

 

Mai

Der Spielmannszug Rösebeck e.V. feiert sein 30-jähriges Jubiläum.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

Mai

Fertigstellung der „neuen“ Eggel-Brücke.

Abriss der alten Eggel-Brücke.

 

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29. Juni
bis
2. Juli

1150 JAHRE RÖSEBECK

 

Die Gemeinde Rösebeck feiert mit zahlreichen Veranstaltungen das 1150jährige Bestehen des Ortes.

 

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war der große historische Umzug am Sonntag mit über 70 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen sowie Tausenden von Zuschauern.

 

Zeitungsausschnitt Neue Westfälische  Bild 1  Bild 2  (weitere Bilder folgen)  <

 

 

 

September

Buchvorstellung "1150 Jahre Rösebeck" durch Ortschronist August Peine.

 

>  Bild  <

 

 

 

November

Gründung einer Caritas-Gruppe in Rösebeck.

- 1. Vorsitzende: Elfriede Warnke

- 2. Vorsitzende: Alwine Müller

- Kassiererin: Marianne Rinteln

- Schriftführerin: Maria Drolshagen.

 

 

1991

Januar

Beginn eines "Dorfentwicklungsverfahrens" im Rahmen der Flurbereinigung durch das Amt für Agrarordnung in Warburg um eine ortsgerechte Erneuerung des Ortskerns zu realisieren. Das Flurbereinigungsgebiet hat eine Größe von 23,12 ha.

Rund 1 Million Deutsche Mark wurden zunächst für diese Maßnahme veranschlagt.

 

 

 

22. Februar

In einer Sitzung des Ortsbeirates stimmten die anwesenden Ortsbeiratsmitglieder den nachfolgenden Straßenbezeichnungen für Rösebeck zu, die teils auf historischen Bezeichnungen und teils auf Vorschlägen aus der Bevölkerung beruhen:

- Bördeblick

- Brüggefeld

- Bütternweg

- Dryburg

- Grasebicke

- Kantonweg

- Kirchweg

- Krummburg

- Rosbachallee

- Wilhelmshöhe

- Wuppenstück

- Zur großen Heide

- Zur Höte

 

 

 

März

Einwand einiger Anlieger der oberen Siedlung gegen die neue Straßenbezeichnung Wuppenstück.

Ratsmitglied Gerhard Henkenius (CWG) ließ eine Umfrage starten, in der sich die meisten Bewohner für die Bezeichnung „Desenbergblick“ entschieden. Diese wurde sodann auch offiziell übernommen.

 

 

 

20. März

Als Interessenvertretung der Anlieger wird der formal notwendige Vorstand für das "Flurbereinigungsverfahren Rösebeck" gewählt.

- Vorsitzender: Bernhard Willim, Stadtdirektor der Stadt Borgentreich

- Stellvertreter: Hermann Fuest, Ortsvorsteher

Weitere Mitglieder:

- Adalbert Burgard, Ortslandwirt

- Maria Willmes, Ortsheimatpflegerin

- Peter Meier-Laqua, Ratsmitglied

Stellvertretende Mitglieder:

- Reinhard Tewes, Stadt Borgentreich (später Nachfolger des Vorsitzenden)

- Walter Rose

- Josef Köster

- Anton Drolshagen

- BernwardxBrenke

 

> Zeitungsausschnitt Neue Westfälische <

 

 

 

31. Mai

Die Gastwirtschaft Fuest (Post), vormals Gasthof B. Menne, wird nach über 100-jähriger Gasthofgeschichte geschlossen.

Wirtin Paula Fuest „Post Paula“, als gute Seele im Ort bekannt, trat nach 44 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

11. Juni

Sensationeller Transport ins Museum.

 

Das 165 Jahre alte Tagelöhnerhaus von Heinrich Simon, Rösebeck Nr. 85, geht auf einem 48 Meter langen, 100 Tonnen schweren Tieflader mit 66 Rädern auf 17  Achsen in einem Stahlkorsett auf „große Reise“ ins Freilichtmuseum nach Detmold.

 

Laut Aussage von Dr. Joachim Kleinmanns, Bauhistoriker vom Freilichtmuseum, ist in der Bundesrepublik Deutschland und in den angrenzenden Ländern noch nie ein so altes Haus als Ganzes transportiert worden.

 

Auch für unseren Ort Rösebeck ein einmaliges Ereignis.

 

> Zeitungsausschnitte <

 

 

 

19. November

In einer Ratssitzung der Stadt Borgentreich wird die Einführung der neuen Straßennamen für Rösebeck offiziell beschlossen.

 

 

 

31. Dezember

Schließung des Gemischtwaren- und Lebensmittelgeschäftes Wilhelm Neu, Inhaberin Gerda Deppe.

 

Gerda Deppe übernahm am 01.01.1978 das von ihrem Vater am 01.08.1938 gegründete Geschäft.

 

 

1992

April

Von der Stadt Borgentreich wird eine Benutzungsgebühr für Mehrzweckhallen im Stadtbezirk Rösebeck eingeführt.

 

 

 

April

Die Aufstellung der neuen Straßenschilder beginnt.

 

 

 

Juni

Der Löschgruppenführer Oberbrandmeister Anton Drolshagen scheidet bei Erreichen der Altersgrenze nach 42 Jahren aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr aus.

 

Karl-Josef Weber wird sein Nachfolger als Löschgruppenführer.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

Juli

Das Tagelöhnerhaus aus Rösebeck wird nach erfolgter Restaurierung im Freilichtmuseum Detmold der Öffentlichkeit übergeben.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

September

Die Kabel-Service-Gesellschaft verkabelt Rösebeck, Großeneder, Körbecke u. Lütgeneder nur unter der Voraussetzung einer Akzeptanz von 55 Prozent.

 

 

 

Ende Dezember

2.000 Bürgerinnen und Bürger u.a. aus Körbecke, Rösebeck und den umliegenden Orten folgen einem Aufruf der Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V.“ zu einer Sternwanderung nach Alt-Marienburg in Körbecke.

 

Die Demonstration richtete sich gegen eine geplante Sondermülldeponie.

 

> Zeitungsausschnitt Neue Westfälische <

 

 

1993

Januar

Regierungspräsident Walter Stich überreicht Maria Willmes das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

April

Aufruf der Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ zu einer Bittprozession und Bittgottesdienst in der Borgentreich Lourdes-Grotte anlässlich einer geplanten Giftmülldeponie.

 

 

 

Mai

Die „Krabbelgruppe“ bezieht einen Raum im Pfarrheim zum Erfahrungsaustausch junger Mütter.

 

 

 

Mai

Doppeltes Jubiläum beim SuS Rösebeck.

 

35-jähriges Bestehen des Spiel- und Sportvereins u.

10-jähriges Bestehen der Badminton-Abteilung.

 

> Zeitungsausschnitt Neue Westfälische <

 

 

 

4. Dezember

Die BI „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ überreicht nach einer Protestkundgebung unter der Beteiligung von fast 7.000 Menschen vor dem Regierungspräsidium in Detmold eine Resolution. Sie fordert ein verantwortungsvolleres Konzept und den Abbruch des Verfahrens zur Erstellung eines Giftmüllstandortes im Stadtbezirk Borgentreich.

 

> Zeitungsausschnitt Westfalen-Blatt <

 

 

 

17. Dezember

Volkskundler Dr. Edmund Ballhaus zeigt den im Auftrag des Freilichtmuseums Detmold gedrehten Dokumentarfilm

„Von der Hungerstraße ins Freilichtmuseum - Ein Tagelöhnerhaus zieht um“

in der Bürgerhalle zum ersten Mal der Öffentlichkeit.

 

> Auf der entsprechenden Internetseite kann ein Video (41 Minuten) in geringer Qualität aufgerufen werden. Es ist zu finden oben rechts unterhalb der "Vorschau" unter "Windows Media LOW" <

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

 

 

Nach oben© Betreiberverein Bördeblickhalle Rösebeck e.V.